Wiepen Wolfgang




Inflation

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Wiepen Wolfgang

Inflation

Aktuallisiert: 30.08.2022

Die Teuerungsrate bzw. die Inflation war lange kein Thema. Jetzt zeigt die Preisspirale wichtiger Güter, wie z.B. Gas, Öl ,Benzin wie auch Lebensmittel steil nach oben.  Die Null-Zinns-Politik der EZB verschärft die Inflation. Die  enorme Geldschöpfung durch die Anleihekäufe der EZB hat zu einem Börsenboom und drastischen  Preisanstieg z.B. bei Immobilien sowie Grund und Boden geführt.

Die EZB hat die Nullzinspolitik gemacht um  die stark verschuldeten Südstaaten wie z.B. Italien vor dem Bankrott zu bewahren. Daraus lässt sich schließen und das wird von der Politik verschwiegen: Der Euro funktioniert nur  durch den Geldtransfer von Nord nach Süd. 

Der Ukraine-Krieg trägt  zur  Energieunsicherheit vor allem bei Energie bei. Eine Teuerungsrate von 7,1 %, hervorgerufen durch die hohen  Energiekosten.  Energiekosten, CO2-Besteuerung und die steigenden Preise bei Verbrauchsgüter  treffen alle Bürger. Besonders Menschen mit niedrigen Einkommen werden die Kosten nicht tragen können. Die Sparvermögen verlieren an Wert.

Die hohen Gas- und Strompreise belasten nicht nur uns Bürger, sondern insbesondere auch den industriellen Mittelstand. Der  gute momentane Füllstand der Gasspeicher ist auch ein Indiz dafür, dass weniger Gas verbraucht wurde. Ein Grund für weniger Verbrauch ist u.a. der Produktionsrückgang der deutschen Industrie insgesamt. Es besteht die Gefahr das mittelständige Industrieunternehmen den hohen Energiepreisen zum Opfer fallen, oder ihre Produktion ins Ausland verlegen. Dies wird vermutlich bald die Arbeitslosenzahlen steigen lassen. 

 

Die Zinsen müssen nun steigen um der Inflationsentwicklung entgegen zu wirken. Das Problem: Eine hohe Zinsrate belastet Staatshaushalte verschuldeter Staaten enorm.  Die Spekulation der EZB auf eine sinkende Inflation muss trotzdem ein Ende haben.  Wichtig bei den Zinsentscheidungen ist aber auch, keine Rezession der Wirtschaft zu riskieren. Die Rezession unserer Wirtschaft könnte dann vermehrt zur Arbeitslosigkeit führen. Die EZB hat sich sehenden Auges in diese schwierige Lage manövriert. Allerdings getrieben durch die Politik. 

Die EZB darf bei der Inflation nicht länger zögern (faz.net)

Auch wenn die Inflation wieder sinkt,  bedeute dies nicht, dass die Preise grundsätzlich wieder fallen, sondern sie steigen nur geringer an.

Keine guten Aussichten für die Ampel-Regierung, denn Sie muss viel Geld anfassen um niedrige Einkommen z.B. bei den Energiepreisen zu entlasten. Hinzu kommen jetzt hohe Ausgaben im Militärbereich. Für die massive Aufrüstung der Bundeswehr sind 100 Milliarden Euro vorgesehen. So manche Wünsche und Finanzierungsideen der Koalitionäre werden platzen, wenn die Inflation nicht wieder  sinkt sondern noch weiter ansteigt.  Für den Staat wird dann Schulden machen erheblich teurer. Schulden müssen später wieder getilgt werden. Eine Belastung für die junge Generation. 

Inflation und steigende Energiepreise: EZB in der Zwickmühle (faz.net)

Steigende Energiepreise setzen EZB unter Druck (faz.net)

 

 

 

 

 

 


Mittwoch, den 28. September 2022